Fenster zur Welt
Mittwoch, den 7. April 2010nur theoretisch. So wie die Straßenverkehrsordnung bräuchten wir eine Kommunikationsordnung für das Internet
Was gleichbedeutend mit dem Ende des - angeblich – unzensierten Internets ist, das Herr Weibel wenige Sätze weiter oben noch ausdrücklich als positive Eigenschaft des Netzes hervorgehoben hat. Das ist mir beim Lesen auch sauer aufgestoßen. Vor allem weil das von ihm gebrachte Bild “… als müsste ich beim Autofahren immer meinen eigenen Polizisten dabei haben” für mich ja genau den Idealzustand beschreibt: Im Internet _kann_ ich eben selbst entscheiden, was ich sehen will und was nicht. Im “echten” Leben geht das leider nicht, weil mich ein reales Auto verletzen oder töten kann, aber zumindest im Internet, wo nur um Information geht, kann man das Ideal der Autarkie tatsächlich verwirklichen. Das ist seine größte Stärke. Langer Rede, kurzer Sinn: was Herr Weibe zusammenfaltet ist - zumindest in einigen Teilen - sachlich falsch und in weiteren Teilen widersprüchlich. Meine Meinung.
Das will ich gar nicht in Abrede stellen (ist ja auch nur ein Medienkünstler und kein Techniker - da muss man ein bisschen großzügig sein, allerdings hast Du Dir bei Deiner ursprünglichen Kritik genau einen Aspekt heraus gepickt wo er, wie ich finde, den Nagel durchaus auf den Kopf getroffen hat. Das Fenster der Welt kann auch der Outdoorsport günstiger Outdoorbekleidung sein.