fenster dann muss aber Oma Finchen über die Risiken aufgeklärt werden…
>
> Oma Finchen und Millionen andere verstehen das aber nicht. Internet
> also nur für eine kleine Elite, zu der Du Dich auch zählst?
du hast erstens eine interessante Art zu diskutieren und gehst
zweitens von der gern zitierten und “akzeptierten” Annahme aus, dass
“$person die Erklärung nicht versteht”. Dieses im Vorhinein so
negativ zu beurteilen, steht Dir meiner Meinung nach nicht zu.
Wenn ich schreibe “aufklären”, heißt dies: “Eine der Zielgruppe
angepasste Erläuterung der für sie wichtigen Informationen
übermitteln und nötigenfalls die Erklärweise anpassen”. Bei Dir heißt
es offensichtlich anderes, wobei Du Deine Argumentationsbasis leider
nicht erläuterst - ein Fehler, den augenscheinlich auch ich gemacht
habe.
Zu Deinem abschließend ausschließlich als polemischen Ausrutscher zu
erkennenden Satz nehme ich keine weitere Stellung.
> > … braucht einen ordentlichen Sysadmin bzw. ein für sie angepasstes
> System
>
> Ja, natürlich braucht Sie das! Aber das soll Ihr gefälligst von dem
> Hersteller so geliefert werden. Wenn ich ein neues Auto kaufe muss
> ich ja auch nicht die ABS-Software justieren, damit die Kiste richtig
> bremst.
Ja, hier stimme ich Dir zu. Es wäre sehr positiv zu bewerten, wenn
man einen entsprechend eingerichteten Rechner bekäme, ein
“Rundum-Sorglos-Paket”, quasi. Das schließt ein:
* An den Anwender angepasste Rechnereinrichtung inkl.
Dienstekonfiguration
* Aktueller Stand der Updates und Patches
* Aktueller Antivirenschutz
* Gutschein für einen Aufklärungskurs Internet von Menschen, die
damit nicht Geld drucken sondern Wissen vermitteln wollen
Sprich: Eine den aktuell für sinnvoll befundenen
Sicherheits-Maßstäben angepasste Rechnerkonfiguration. Eine
Idealvorstellung, keine Frage - leider aber ohne die Vermittlung von
Wissen wie wir Wissen ein Problem, da Sicherheit kein Zustand sondern
ein Prozess ist…
> >Würde jeder befallene Rechner
> isoliert, wüssten alle mehr über IT-Sicherheit und würden sich mehr
> darum kümmern.
>
> Gute Idee! Und wie stellst Du fest, welcher Rechner befallen ist?
> Ohne Bespitzelung? “Eigentor” würde ich sagen.
Wieder definierst Du nicht, was Du unter einem Begriff verstehst und
vorverurteilst andere. Zwischen “Bespitzelung”, in meinen Augen
Klasse Bundespferd und ähnlicher Mist, gibt es durchaus Mittel und
Wege, den Befall eines Rechners ohne entsprechend tiefgreifende
Intervention festzustellen. Es ist beispielsweise möglich, den
Versand von Spam oder Mail-Würmern zu erkennen und zu unterbinden
respektive den Schädling unschädlich zu machen und den Kunden (des
Providers) über seinen vermutlichen Befall zu informieren.
Weiterhin sollte es machbar sein, ein Botnetz reskeptive die Aktionen
seiner Bots zu erkennen, so z.B. der Login in den Steuerkanal eines
IRC-Netzes. Ja, ich stimme zu, auch diese herauszufiltern, wäre ein
mehr oder weniger tiefer Eingriff in die Privatsphäre, der die
Datensammler von $Bundes- oder $Landesinstanz dazu auffordert, ihre
Begehrlichkeiten getreu dem bisher immer wieder genannten Motto “ich
habe einen unstillbaren Datenhunger!” zu erweitern. Leider.
Martin