Leichte Unterhaltung? - Die Fenster bleiben geschlossen

> Wers nicht glaubt, sollte mal die inkriminierten
> “Satanischen Verse” von Rushdie lesen. Sie sind
> durchaus amüsant zu lesen, aber eher leichte Kost.
Als leichte Kost würde ich sie nicht gerade bezeichnen, aber es
stimmt: Die Verpackung in Rushdies Märchen-Realismus und der
orientalische Stil ergeben den größeren Teil des Lesevergnügens; der
Inhalt der Satanischen Verse ist nicht ganz so prall wie die Sprache.
Ethno-Literatur eben.
> Es gibt bessere Prosa als jene von Rushdie,
> und ohne die Fatwa von Khomeini wäre er
> geblieben, was er ist: ein durchschnittlicher
> Autor unterhaltsamer Prosa.
Das ist jetzt nicht ganz wahr. Durch Midnight’s Children war Rushdie
meiner Meinung nach zu Recht bereits 1987 ein sehr bekannter und
wohletablierter Autor, vor allem in Indien.
> Verlegt bei Droemer-Knaur, ISBN 978-3426606483
> ist furchtbar teuer (151 EUR), aber gebraucht
> bei Amazon sehr billig zu haben (ab 9 EUR).
Habe kürzliche eine gebundene Sonderausgabe von “Des Mauren letzter
Seufzer” um 10 Euro ergattert.

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